Liebe Leserinnen und Leser,

Eine Neuigkeit gleich zu Beginn dieses Editorials: Wir akzeptieren keine Kreditkarten mehr. Der Grund ist schnell erklärt: Die Gebühren-Schraube dreht und dreht sich – aber in die falsche Richtung. Neu ist, dass Sie Ihre Rechnung via PayPal begleichen können. Falls Sie noch kein  PayPal-Konto haben, dann können Sie das kostenfrei unter www.paypal.de einrichten. Sie senden uns Ihre dort verwendete E-Mailadresse – wir hinterlegen Ihre Rechnung auf dem Konto, welche Sie dann gebührenfrei begleichen können.  Voilà ganz einfach.

Das lange Gespräch mit Gerd Walter, das in dieser Edition mit dem dritten Teil zu Ende geht, zeigt wieder einige besondere Erlebnisse von Gerd in den »Gründungsjahren« des Aikido in Deutschland. Aber es lässt auch keine Lücke der intellektuellen Seite von Gerd aus. Mir hat das Gespräch mit Gerd in »Neu-Venedig von Berlin« sehr gefallen.  

Auf den letzten Seiten dieser Edition können Sie mein seit einiger Zeit angekündigtes Gespräch mit Xavier Raphael aus Heidelberg lesen. Xavier erzählt Ihnen viel aus seinem Leben in Deutschland und seine Lernperioden, sowie seine private Seite. Für mich ein offenes aber auch emotionales Gespräch.

Markus hat für seine Kolumne den Titel »Big Picture« gewählt. Freuen sie sich auf seine Diagnose.

Aus Bochum haben wir einen Gastbeitrag über einen »Workshop« erhalten – lesen Sie: Sumi-e-Aikido-Zen, in dem mit Pinsel, Schwert und Aikido geübt wird.

Ich beginne in dieser Edition mit einer weiteren Historie-Serie der Geschichte Japans. Der erste Teil trägt den Titel: Über den Ursprung der Einwohner Japans.

Frau Viola Dioszeghy-Krauß hat für Sie einen weiteren Artikel verfaßt. Die Endnoten haben wir, wegen des Volumens, jetzt auf unsere Webseite verlegt: https://www.aikidojournal.de/Essay/Dr_Viola_DioszeghyKrauss/  dort finden Sie unter der dazugehörenden AJ-Erscheinungsnummer die entsprechenden Anmerkungen.
 
Prof. i.R. Thomas Christaller redet über seinen Gast Léo Tamaki …


Immer noch wird in einigen Dōjōs das »Ai« (合) des Aikidō mit Liebe oder Harmonie erklärt; Ōsensei soll einmal – als Beispiel (!) – von Harmonie und Liebe gesprochen, aber dieses war und ist ein Beispiel. Wie immer bleiben solche »Mythen hartnäckigst« am Leben … selbst wenn man in dem Weg von Ōsensei, von Budo bis hin zu spiritueller Energie, die er mit dem Ken in der Hand aus dem Firmament erhalten wollte, so kann man sich sehr gut vorstellen, dass er »ai« entgegen seiner Bedeutung als friedliebende Liebe erklären möchte. Ōsensei war wohl klar, dass seine Suche unverständlich sein wird.  
 
Das Aikidō mit »Harmonie« oder »Liebe« zu übersetzen ist vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen also schlichtweg falsch – es kommt aus dem Verb »au« was soviel bedeutet wie »treffen, passen, anpassen … auch wird es wie »kai« geschrieben, wie Aikikai (Verband, Verein, Zusammenkunft, anpassen …).

Wir aber müssen uns darüber im Klaren sein, dass in unserem Kulturkreis, hervor gegangen aus griechisch-/christlicher Tradition, daraus »Agape« wurde – was eine von »Gott« inspirierte uneigennützige Liebe bedeutet. Wiederum kreiert der Mensch daher raus »menschliche Liebe«, Eros, Storge und Philia …
Aber lesen Sie mehr auf Seite 19.

Wir hoffen, dass Sie diese und  alle weiteren Artikel mit Interesse und Freude lesen…


Die Mannschaft
         & Ihr Horst Schwickerath

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