Liebe Leserinnen und Leser,

 

… auch die Physik hat ihre Zombies - merkwürdige Resultate, die keiner so richtig erklären, aber auch nicht widerlegen kann. Warum gibt es im südlichen Sternenhimmel einen merkwürdigen kalten Fleck? Warum beobachteten Forscher bei einem  Experiment zum Nachweis dunkler Materie merkwürdige jahreszeitliche Schwankungen? Und warum zeigt das Proton plötzlich Abweichungen bei seinem Radius.
Vor allen aber ist es einer Merkwürdigkeit zu verdanken, dass wir Menschen existieren – zumindest nach unserer Denkstruktur. Noch merkwürdiger erscheint es, dass sich »das Tier Mensch« als »denkendes Wesen« betrachtet und sich über alle anderen Tierarten erhaben sieht. Merkwürdig deshalb, weil, um von einem denkenden Wesen  sprechen zu können, sollte dieses Wesen sich auch so verhalten – sprich seine geistigen Erkenntnisse umsetzen, sollte man doch eigentlich denken. Scheinbar stolpert der Zweibeiner aber immer wieder über seine Erkenntnisse und verhält sich konträr zu dem was er als »sein Non-Plus-Ultra« oft auch noch plakativ und wortgewaltig darstellt. Nicht nur Politiker werden leider allzu oft »entlarvt«, auch der kleine Mann zeigt  dieses Phänomen »seiner Schwäche« allzu gern.

In den letzten Jahrzehnten haben sich Männer- und Frauenrollen erheblich verändert: Frauen stehen ihren Mann im Job, drängen auf die Führungsetagen, wollen »Entscheiderinnen« sein; Männer begnügen sich mit der Vaterrolle und stecken in Sachen Karriere schon mal zurück. Stimmt das wirklich? Gilt das für alle sozialen Milieus? Was passiert, wenn der Mann arbeitslos wird, kommt es dann zum Rollentausch? Nach wie vor ist ja die typische Rollenkonstellation, dass der Mann voll erwerbstätig ist. Sobald Kinder da sind, ist die Frau entweder Hausfrau oder teilzeitbeschäftigt. Wird ein Mann je vor seinen Freunden »zugeben«: »Ich putze zu Hause die Toilette …«?

Ich gebe zu, dass das Bild der Männlich- und Weiblichkeit sehr facettenreich ist und an Urgeschichtliches des Menschseins rührt, aber … warum diese Selbsttäuschung – dazu mehr in der nächsten Ausgabe.



Aber auch die »Sphäre des Aikido« soll nicht unerwähnt bleiben, ist doch gerade sie gespickt mit wundersamen Attributen von Heldentaten und »Ehrlichkeiten« – von bizarren Verhaltenskodexen ganz zu schweigen.  So kann es eigentlich nur noch besser werden …

Eigentlich wollte ich Ihnen eine nette Geschichte über »La Poste« und Konsumentenschutz erzählen, ich habe aber – wahrscheinlich verständlich – nach Wochen noch keine weitere Antwort erhalten. Nur so viel, man hat zum Jahresbeginn wieder an der Schraube gedreht und die Preise bis zu 35% – natürlich – angehoben. Firmen die als Konkurrenten zur La Poste sich etablieren wollen, werden gezwungen die Preise von La Poste »nicht« zu unterbieten – honi soit qui mal y pense.
 
So wünsche ich Ihnen viel Freude mit den Artikeln dieser Ausgabe.


    Die  Mannschaft und Ihr
Horst Schwickerath

 

 

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