Horst Schwickerath

Liebe Leserinnen und Leser,


Es ist wieder einmal geschafft – dieses Mal allerdings mit gut einer Woche Verspätung. Nichts sollte und wollte funktionieren, zu guter Letzt spielt auch noch das Wetter verrückt, es stürmte und blies so heftig, dass immer wieder alte Bäume ihre Äste fallen lassen mussten. Da in Frankreich die Strom- und Telefonleitungen wie Wäscheleinen an den Straßen baumeln, ging oft genug in den letzten Tagen das Licht aus… Nun aber halten Sie die Dezemberausgabe in Ihren Händen, viele Freude beim Lesen der N°73DE.


Erfreulich ist, für die Leser der deutschen Version, dass Sie nichts über die Grabenkämpfe, die nun, nach dem Ableben von Tamura Sensei vor 2 Jahren in Frankreich, stattfinden, lesen müssen. Nur so viel, mir persönlich ist nicht klar, warum man in der FFAB (der Verband um Tamura), zwar nicht mit Kugeln aus einer Kalaschnikow, aber mit Worten in gleicher Intension, gegen alles und jeden schießt, der nicht – ja was eigentlich, ist ? Vielleicht habe ich da etwas verpasst und dies ist eine neue Art von Harmonisierung?



Einen kleinen Artikel werden Sie auf der neuen Infoseite (Seite 22), über das nicht enden wollende Thema „Anti-Doping“, lesen können. Klein deshalb, weil dieses Thema noch einige Gemüter erhitzen wird. Denn das Lapidare: „das betrifft uns ja nicht“, ist blauäugig. Im französischsprachigen Teil Belgiens, werden bereits bei Danprüfungen, Anti-Doping Test genommen. Auch hat zum Beispiel ein Landesverband (NRW) des mitgliederstärksten Deutschen Aikidoverbands, der DAB, bereits eine Satzungsänderung vorgenommen. Klar scheint sich niemand darüber zu sein, welche Ausmaße dies noch haben wird. Wer zur Einnahme von Medikamenten verpflichtet ist, kann so sehr schnell „Positiv“ getestet werden – dafür darf er dann auch noch die Kosten tragen. Abgesehen davon, dass im Krankheitsfall auch noch alle Welt davon informiert wird, dass da jemand positiv ist … wo stehen die Persönlichkeitsrechte?


Wie sind Ihnen sehr dankbar für alle Berichte, Leserbriefe, Mitteilungen etc. Das verwenden wir in Maßen gerne. Diese wenigen Sätze im Editorial deshalb, weil wir in einem Artikel den Schotten O’Sensei zirka 15 Mal ausmerzen mussten … Bezüglich der Schreibweise, hier der kleine Hinweis: Den Schotten O’sensei gab es nie. Wer uns schreibt, die Feder, heute eher die Tastatur, bewegt, sollte es der japanischen Schreibweise anpassen: so „Osensei“ zu Wort kommen lassen, oder sich auf ihn beziehen – ohne ihn fragen zu können. Honi soit qui mal y pense.


Wir, die Mannschaft des AJ, wünschen einen guten Einstieg in 2013.



Die Mannschaft des Aïkido Journal



p. s. : Die französische Schwester des AJ, feiert mit der Dezemberausgabe N°44FR – Ihr 10 jähriges – 10 Kerzen stehen bereit!

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