Horst Schwickerath

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Ihnen vorliegende Ausgabe stand unter keinem guten Stern, es war im wahrsten Sinne eine „schwierige Geburt“, erst waren es technische Probleme, die mich bremsten, dann erlaubten meine Zähne, genauer ein Zahn, mir keinen vollen Einsatz, dazu gesellte sich dann auch noch ein verwirrendes Software-Spiel, das mir unerahnte Einblicke – ehrlicherweise Erstaunen – über die im Computer ablaufenden Vorgänge gab. Texte verselbständigten sich oder verschwanden auf nimmer Wiedersehen. So lernte ich wieder einmal Geduld und tiefes Ausatmen!! Nun ich will Sie nicht länger mit meine kleinen Sorgen vom Lesen abhalten …

Sie können Interviews mit Yamada und Yamashima Sensei lesen. Ursula Kramer hielt nach Ihrer Reportage (September-Ausgabe 56D) mit Axel Rabenhorst, aus Berlin ein längeres Gespräch – nun Opferte sie, auf mein Anraten, einige Stunden um das bereits fertig gestellte „Wort-Wort-Interview“ in ein Portrait um zu schreiben. Dieses können Sie im hinteren Teil lesen.

Mit den Japan-Geschichts-Historischen Artikel komme ich langsam zum Ende, um dann die versprochenen Budohistorie zu beginnen. Sie werden aber wohl erst ab der Juni-Ausgabe lesen können.

Aikido und seinem Begründer wird vieles Nachgesagt – vieles aber wird keiner Prüfung standhalten. Zweifelsohne, und dies ist interessant, konnte die therapeutische Wirkung des Aikido bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden, da hierzu keine fundierten Untersuchungen einer anerkannten Autorität vorliegen. Wahr und selbst durch den ungeübtesten leicht erkennbar, ist die Tatsache, dass bereit jeder Anfänger nach wenigen Wochen eine geänderte Körperhaltung, bis hin zu einer veränderten Wahrnehmung verfügt.

Anderseits ist strengstens daraus zu achten, das therapeutische Wirkung, nichts mit Therapie, folglich auch Aikido nichts mit Therapie zu tun hat.

Interessant aber erscheint mir diese therapeutische Wirkung, die wir ja bereits auch aus anderen Bewegungsmethoden her kennen. Ich erinnere da an mein Gespräch mit Frank Ostoff, der wie auch andere Aikidokas, gerne dass Tanzbein zu Tangoklängen bewegt und so, für seine Begriffe erstaunlich Körper-Erfahrungen sammelt. So möchte ich Ihnen in der nächsten Ausgabe gerne etwas über die sogenannte Franklin-Methode berichten.

Die ruhige Jahreszeit steh wieder einmal vor der Tür… versuchen Sie es doch einmal mit einem Spieleabend, und spielen „Mikado“. Mikado, das kennt ein jeder, bei dem sich alles neu arrangiert oder gar einstürzt, wenn man an einem der geringelten Stäbchen zieht. Da hat jede Bewegung überall Folgen, da hängen alle voneinander ab – leben wir nicht auch in einer Mikadowelt?

Ich möchte jetzt nicht in den Singsang verfallen, den Sie in letzter Zeit überall in den Medien immer lauter erhören können, wie – dass die Menschheit in der an einem Scheideweg steht – globalisierte Katastrophen oder globale Kooperation – die verbreitete soziale Ungleichheit, die weltweit Fundamentalismus hervorbringt – die nukleare Aufrüstung … –


Sondern Ihnen angenehm ruhige Dezembertage wünschen, und einen ebensolchen Einstieg uns 2009 !


Die Mannschaft des AJ



p.s.: die Abonnenten finden in dieser Ausgabe wieder ein kleines Präsent : Genießen Sie den beiliegende Teebeutel, sein Inhalt besteht aus grünem japanischen Tee, sein Name ist Sencha. Unter www.aikidojournal.eu finden Sie weitere geschmackvolle Tees.

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