András Polgár aus Ungarn.

Aikido in Sopron (Schopron ausgeschrochen)


im Dojo von Sopron, nach dem Interview …

Sopron ist eine kleine Stadt, die zirka 70 km südlich von Wien, 5 km hinter der Österreichischen-Ungarischen Grenze, zu finden ist. Die Stadt wurde von einer viel Völkerreichen Geschichte geprägt. Seit dem 10. Jahrhundert ist sie Ungarisch. Heute wird die Stadt von Zahnärzten geprägt – es mag übertrieben klingen, aber fast jedes Haus beherbergt eine Zahnarztpraxis.
 Geschichtlich interessant ist, dass bedingt durch den 2. Weltkrieg und dessen Zerstörungen, die verschachtelte Um- und Überbauung der vergangenen Jahrhunderte, aus dem Erdreich wieder hervortrat.
 Wen es interessiert, der findet in Sopron sicher ein Willkommen auch im Dojo von András …


 


Andras, wie wird man Umweltingenieur ?

Ich bin ein Umweltingenieur. Das Master-Studium vertieft mathematisch-wissenschaftliche Grundlagen, konzentriert sich auf Fachgebiete der Informationsverarbeitung im Bauwesen, des Baumanagements, des Bau- und Planungsrechts, bietet die Profilschwerpunkte
Verkehr (Straße/Schiene)
Boden/Wasser
Energie/Umwelt/Stadt
an und kann durch einen erheblichen Wahlpflichtbereich individuell gestaltet werden. Dort habe ich den Umweltbereich gewählt.

War, bzw. ist das Deine Einstellung oder wo kommt das hohe Umweltbewusstsein her?
 Ich bin am Rande der Stadt, direkt am Waldrand aufgewachsen – so war ich von klein auf eher ein Land, - als ein Stadtkind. Dazu hatte ich zwei Vorbilder, mein Großvater und mein Vater waren  Gärtner und agrarwissenschaftlich orientiert. Bei mir zu Hause wurde bei Tisch von Pflanzen, Tieren und Gesundheit gesprochen – das prägt. Pflanzen und Bäume gehörten zu meiner Kindheit und begleiteten mich noch heute auf meinem Berufsweg … wenn auch dieser relativ theoretisch geworden ist. Trotzdem ist zu sagen, dass Natur nicht nur interessant ist, sondern die Grundlage des Lebens ist und bleibt.
Nach meinem Studium setzte ich dann als Doktorrand meinen Lebensweg fort – deshalb sagte ich eben, auch wenn es ‚relativ theoretisch‘ geworden ist.  Zumal die Richtung nun nicht mehr ganz in den Umweltwissenschaften fortschreitet, sondern mehr mit dem Umweltmanagement. Ich lehre jetzt Umweltmanagement und Recycling. 
Wird dieses Programm hier in Ungarn angenommen – gibt es viele interessierte Studenten?

Ja, in Sopron haben wir zum Beispiel die Forstwissenschaft an der Fakultät, auch haben wir viele Studenten, sowie auch immer wieder neue Studienrichtungen, man darf aber auch nicht vergessen, dass diese Universität seit 1808 besteht – also nicht die Jüngste ist. Es gibt also eine gewisse Tradition. In dieser Forstwirtschaftsfakultät gibt es das Umweltingenieurstudium. Dieses hat in Sopron Charakteristikum, denn wir sehen dieses nicht nur theoretisch, sondern sehr praktisch und ökologisch, sprich der Schwerpunkt liegt auf der Ökologie.

Siehst Du eine Verbindung zwischen Deinem Studium und Aikido?

Ja, sicherlich, denn Aikido machte ich auch schon zu meiner Studienzeit, wenn auch „nur“ nebenbei. So ließ ich das Training auch nur dann ausfallen, wenn ich zur Prüfung gehen musste. Auf beiden Seiten ergab sich nie ein Problem. Wenn es auch nicht immer einfach war, wie sagt man: ‚Wo ein Wille, da ein Weg? Oder?
Allerdings war ich ein wenig lazy, wie heißt das in Deutsch? Ahh, faul. Aber dennoch war das Sportbetreiben wichtig, alleine schon um eine Basis für die Willenskraft zu entwickeln. Dies half mir beim Lernen während des Studiums, aber eigentlich schon als Kind in der Schulzeit. Aber im Aikido wie im Studium bemerkte ich die Zusammenhänge, es betraf eben nicht nur den Körper, oder nur den Kopf, nein – die Korrelation, die Wechselbeziehung zwang mich zumindest beides, den Körper und den Kopf einzusetzen. Aber so lernte ich auch das Suchen und das Erkennen von Fehlern, neben dem Sport – das sehe ich noch heute als sehr positiv. Wie sagt man so schön, in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist.

Warum Aikido?

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