Liebe Leserinnen und Leser,

 

Angst verzögert die Entwicklung der Menschen.


… sie halten daran fest – an etwas, was sie als Mord definiert haben wollen – allen Leuten unnötiges Leid zu zufügen.
Religion stützt sich auf Angst – Angst vor dem Geheimnisvollen vor Niederlagen. Angst vor dem Tod.


Angst ist die Mutter der Grausamkeit. Bertrand Russell dachte nicht unbedingt an den Islam, als er schrieb: „Die Religion stützt sich vor allem und hauptsächlich auf die Angst. (...) Angst vor dem Geheimnisvollen, Angst vor Niederlagen, Angst vor dem Tod. Die Angst ist die Mutter der Grausamkeit, und es ist deshalb kein Wunder, dass Grausamkeit und Religion Hand in Hand gehen, weil beide aus der Angst entspringen.“
Die meisten durchorganisierten Religionen – oder wären es gar alle? – machen mit der Angst vor Gottes Strafe ihr Geschäft, seit unzähligen Jahren. Ihre Priester bzw. Stellvertreter verfügten und verfügen über gewaltige Geldmengen, und darüber hinaus über weiten politischen Einfluss der direkten wie der indirekten Art.


Der eben zitierte Russell findet bis heute kein Gehör, wenn er sagt: „Eine gute Welt (...) braucht keine Fesselung der freien Intelligenz, braucht keine Worte, die vor langer Zeit von unwissenden Männern gesprochen wurden. Sie braucht einen furchtlosen Ausblick auf die Zukunft und eine freie Intelligenz.“ Es geht halt voran mit religiös verbrämtem Terror und Horror. Einziger Trost für die konsumorientierte westliche Gesellschaft könnte dabei sein, dass die grassierende Angst Bombengeschäfte möglich macht. Mit Überwachungssystemen, Wachgesellschaften, Waffenhandel, Sicherheitsgeräten und Kontrollprozeduren florieren Businessmodelle, die schöne Renditen abwerfen …
Zu den dankbarsten Nutznießern der sich zuziehenden Überwachungsschlingen gehören natürlich die Datensammler mit der Informationstechnologie im Rücken. Die Angst pusht das Bedürfnis nach Sicherheit, aber mehr Sicherheit, wenn überhaupt, kann der Staat nur bieten, indem er bürgerliche Freiheiten eingrenzt oder aufhebt. Sind wir uns dessen bewusst?
Deshalb gehen Grausamkeit und Religion seit Jahrhunderten Hand in Hand [Bertrand Arthur William Russell, 18. Mai 1872 – 2. Februar 1970 (er wurde 97 Jahre alt)]


Prof. i.R. Thomas Christaller hat in seiner Kolumne in den letzten Editionen, über Bewegen mit minimalsten Kraftaufwand, bzw. Werfen ohne berühren geschrieben. Als er dann noch ein Videoclip veröffentlichte – bzw. wir diesen teilten, kamen viel böse Worte über ihn und dieses …


… da ereilte mich ein Vergangenheit-Flash: Ich habe früher hier in Joyeuse, neben Aikido auch Qi Gong geübt und unterrichtet. So kam es, dass eines Tages mich einer der Teilnehmer auf der Straße begrüßte. Im Gespräch setzte es einen Griff/Faustschlag oder-dgl. gegen mich. Ich erinnere mich nur noch an sein entsetztes, erschrockenes Gesicht und sein Zurückstolpern – gepaart mit seinem erstaunten Ausruf (was er dann noch sagte, weiß ich heute nicht mehr). Das fiel mir bei den ablehnenden Aussagen zu Thomas Videoclip wieder ein.
Wenn wir geübt sind, können wir Energie ausstrahlen – diese kann mit der Energie eines anderen Menschen einen Puffer bilden. So kann ich mir gut vorstellen, mit der „ankommenden Energie“ zu spielen – warum nicht auch eine Technik …
Viel Freude mit dieser Edition.


Die Mannschaft und Ihr
Horst Schwickerath wünschen ein friedliches Jahresende

 

 

 

Biografie: Bertrand Arthur William Russell, 3. Earl Russell, war ein britischer Philosoph, Mathematiker und Logiker. Zusammen mit Alfred N. Whitehead veröffentlichte er mit den Principia Mathematica eines der bedeutendsten Werke des 20. Jahrhunderts über die Grundlagen der Mathematik. Er gilt als einer der Väter der Analytischen Philosophie.

 

 

 

© Copyright 1995-2017, Association Aïkido Journal Aïki-Dojo, Association loi 1901